Unser Ömmchen

13.11.2015 – Unseren aktuellen traurigen Notfall haben wir Ömmchen genannt.

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Das kleine, alte Kätzchen (geschätzt gute 12 Jahre) wurde uns aus der Gemeinde Malsfeld gemeldet. Bereits seit einiger Zeit wurde sie wohl schon immer wieder mal gesichtet und weil sie ständig Hunger hatte, dabei aber furchtbar dünn ist, gingen tierliebe Menschen davon aus, dass sie nur Futter braucht.

Doch bei näherem Hinsehen stellte sich heraus, dass das Auge ganz schlimm aussah, das Fell immer struppiger wurde, die ganze Katze schmutzig aussah und der Bauch im Gegensatz zum restlichen Körper doch ganz dick ist.

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Ömmchen ist ein ganz liebes Mädel, die sich gut in eine Box bugsieren ließ, so konnten wir sie dann gestern Abend direkt tierärztlich checken lassen.

Die Kleine wiegt gerade mal 3,2 Kilogramm, hat keine Muskulatur mehr und kann sich aufgrund dieses Mangels und der Tatsache, dass sich im Bäuchlein wohl haufenweise Würmer tummeln und dieses daher so wahnsinnig dick ist, kaum auf den Beinchen halten. Außerdem hatte sie Fieber, starken Floh- und Haarlingsbefall, kaum noch Zähne und eine starke Augenentzündung. Sie wurde sofort gegen Parasiten behandelt und bekommt nun zweimal täglich ein Antibiotikum sowie 3 x täglich Augentropfen.

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Außerdem muss sie sich leider das Kämmen mit dem Flohkamm gefallen lassen, denn die absterbenden Parasiten jucken wohl ganz schrecklich und machen ihr das Leben noch zusätzlich schwer. Ömmchen ist eine wirklich liebe Katze, die brav ihre Medikamente einnimmt und auch die Augentropfen halbwegs gut reintun lässt. Das Kämmen üben wir noch ein wenig, aber der Anfang ist gemacht. Wollen wir hoffen, dass sich das kleine, alte Mädchen in den nächsten Tagen gut erholt und die Medikamente ihre Wirkung tun.

16.11.2016 – Update von Ömmchen-Rennsemmel.

Heute Vormittag war unser Ömmchen zur Kontrolluntersuchung beim Tierarzt. Und was ich mir schon gedacht hatte, wurde auch bestätigt: Der Bauch ist nicht mehr prall von Würmern sondern schön weich und *durchlässig* geworden, die fiesen Parasiten sind also definitiv auf dem Rückzug. Auch ihre Augenentzündung ist super zurück gegangen – wir sollen noch bis Freitag weiter 3 x täglich weiter Augentropfen geben, dann sollte auch das erledigt sein.

Ömmchen putzt sich ja nun auch ganz oft am Tag selbst ausgiebig, wird dreimal täglich gebürstet und mit einem – mit spezieller Hautpflegelotion leicht getränkten – Handschuh *gewaschen* – somit ist ihr Fell und die trockene, angegriffene Haut auch schon viel besser geworden. Fieber hat sie auch keins mehr und das Gewicht ist von Donnerstag Nachmittag 3.200 Gramm auf heute Vormittag 3.550 Gramm angestiegen….. besser gehts kaum. Denn man muss bedenken, dass sie (im wahrsten Sinne) haufenweise Würmer in sich trug, die ihr alle Nährstoffe aus dem Futter rausgezogen haben… nun durch die Wurmkur kann sie endlich auch das Futter, welches sie wahrhaft in sich hineinschlingt, auch verwerten.

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Das süße Ömmchen war sooooo lieb bei der Behandlung! Sie schnurrte und hat glaube ich einige Herzen in der Praxis erobert. Selbst beim Blut zapfen hat sie kaum gezuckt, nur kurz mit dem Schnurren aufgehört. Diese Blutprobe muss sein, denn wir möchten gern wissen, ob alle Organe noch richtig arbeiten – immerhin ist es ja schon ein altes Mädchen. So geht es langsam, aber stetig bergauf und wir sind gespannt, was die Blutwerte morgen Abend so sagen.

 24.11.2016 – Bereits am Freitag waren wir zur Abschlussuntersuchung mit Gewichtskontrolle und Chip setzen beim Tierarzt. Unser altes Mädchen war wieder SO lieb! Nur das Chip-Setzen fand sie nicht wirklich toll, da hat sie kurz gefaucht – sich aber sofort für ihren *Ausbruch* mit Schnurren und Köpfchen-Reiben bei Frau Dr. Sternemann entschuldigt.

Bei der Untersuchung kamen wir zu folgendem Ergebnis: – das Blut ist für Ömmchens geschätztes Alter von mind. 12 Jahren TOP! – der vormals durch Würmer besiedelte, pralle und scheinbar schmerzhafte Bauch ist nun weich und tut nicht mehr weh – die Augenentzündung ist toll zurückgegangen – gewichtstechnisch sind wir von 3.200 Gramm incl. extremem Wurmbefall auf nunmehr *Trommelwirbel* 4.020 Gramm aufgestiegen. Zähne hat sie fast keine mehr – Mäuse fangen kann sie also nun wirklich nicht mehr.

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Und sie sollte auch nicht komplett draußen bleiben müssen, denn nun kommt der Winter mit Riesenschritten und frostiger Kälte…. Es geht ihr wirklich gut. Ömmchen ist eine Traumkatze! Und nun haben wir eine dringende Bitte – einen Weihnachtswunsch…. Wir wünschen uns, dass es irgendwo jemanden gibt, der unserem schmusigen, immer freundlichen, zufriedenen Ömmchen einen Platz geben will, wo sie den ganzen Tag schlafen, schmusen, fressen kann und ein wenig herumschlunzen darf. Ömmchen lässt sich toll pflegen, bürsten, auch die Augentropfen reinmachen war gar kein Problem.

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Sie ist immer lieb und hat es so sehr verdient, irgendwo ein Plätzchen zu finden, wo sie ihren Lebensabend verbringen darf.

11.12.2016 – Hat denn niemand ein Herz und gibt unserem Ömmchen einen Platz?

Für die liebe, verschmuste, pflegeleichte Katzenomi suchen wir ein Plätzchen…. Ömmchen ist ein absoluter Schatz. Sie mag keinen Trubel sondern nur ein ruhiges, warmes, kuscheliges Plätzchen, Streicheleinheiten und sonst eigentlich nur ihre Ruhe.

Es ist so ein dankbares kleines Mädchen… Gerne darf man sie in ihrer Pflegestelle besuchen, um sich von ihrem bezaubernden Wesen einwickeln zu lassen… das einzige Problem ist, dass sie wirklich leider überhaupt nicht fotogen ist…. das Original ist VIEL hübscher

 

Ömmchen im November und im Februar, wenn man die Bilder vergleicht, glaubt man kaum das das die gleiche Katze ist.

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  November                                      Februar

24.08.2017-

Unser Sorgen-Ömmchen…. Gerade kommen wir vom Tierarztbesuch zurück. Ömmchen kam ja im November 2015 in unseren Verein. Damals war sie in einem schrecklichen Zustand, lebte „mehr schlecht als recht“ auf der Straße und niemand wollte ihr helfen. Wir haben sie aufgepäppelt. Gepflegt. Sie im wahrsten Sinn „rundum saniert“.

Und auch versucht, für sie noch ein Zuhause für den Rest ihres Lebens zu finden… dies scheiterte. Denn niemand wollte das etwas schrullige, aber doch so dankbare Tier zu sich nehmen. Ein „Zurück auf die Straße“ kam für uns dem Ömmchen zuliebe nicht infrage. Geschätztes Alter damals schon mindestens 12… eher deutlich älter. Also dürfte sie hier in der Pflegestelle als Vereinstier bleiben. Hier wird sie auch sein dürfen bis zum Schluss. Nun sorge ich mich einige Zeit schon um sie, sie nahm immer mehr an Gewicht ab. Zuerst gewollt, denn bei der letzten Komplettuntersuchung brachte sie über 5 kg auf die Waage… doch dann fraß sie nicht mehr gut und nahm auch sichtbar ab. Heute also ein „stellt sie bitte auf den Kopf und schaut, was los ist“ – Termin. Bei der Blutuntersuchung waren einige Werte nicht okay, somit folgte ein ausgiebiger Ultraschall. Ömmchen hat Gallensteine sowie eine Entzündung. Das macht Übelkeit, Appetitlosigkeit und Unwohlsein.

Da sie nun wirklich ein Methusalem-Mädchen ist, können wir nur hoffen, dass die eingeleitete Behandlung anschlägt. Sie wird außerdem von mir in den nächsten Tagen Medikamente, Spritzen und Infusionen bekommen. Eine Operation kommt nicht infrage. Die süße alte Katzenoma hat alle Behandlungen so toll über sich ergehen lassen. Sie wird die Chance bekommen!

Wir sind engmaschig im Kontakt mit der Tierarztpraxis, welche auch am Wochenende oder nachts für uns ansprechbar ist. Wieder zu Hause angekommen, hat sie erstmal kräftig mit mir geschmust, eine Portion Reconvales geschlabbert und ist dann in ihren Kratzbaum zum Schlafen gekrabbelt.

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