Hr. Nilson

02.11.2018 – Heute war chillen am Nachmittag mit dem kleinen Hr. Nilson auf den Programm.

Wir haben es uns richtig gut gehen lassen  Trotz hauseigenem Hund und 2 Katern ist der Süße mittlerweile sehr entspannt. Falls ihr Euch nun in den Kleinen verliebt habt meldet Euch.

30.09.2018 – Herr Nilson, nun ist der große Bub auch schon geimpft.

Und in der Pflegestelle ist er mehr und mehr n Schnuckel. Wir wollen mal versuchen zu zeigen was er alles drauf hat…. Er kann supersofti Schmuser sein.. es endet immer mit nem Schläfchen nah an seinem Menschen. Ganz nah dran, drauf oder daneben.

Und beim Spielen gibt er mittlerweile alles.

Über allem steht, er ist sehr menschenbezogen. Wir suchen für ihn daher ein Zuhause wo mehrere Menschen sind, größere Kinder wären auch ok. Oder wo jemand zuhause ist. Er liebt es dabei zu sein. Er sollte nach mindestens 6 wöchiger Eingewöhnungszeit Freigang haben dürfen. Auf den neuen Bildern sieht man das seine Nase schon schön verheilt ist, nur die Haare müssen noch nachwachsen. Momentan ist er noch ein niedlicher Nacktnasenbär.  Vermittelt wird er natürlich nur nach positiver Vorkontrolle mit Schutzvertrag und Schutzgebühr. Dafür zieht er entfloht, entwurmt, geimpft, gechipt und kastriert in sein neues Zuhause.

Nun wollen wir Euch mal die Geschichte vom kleinen „Herr Nilson“ erzählen.
Vor ca. 4 Wochen gingen bei einigen Tierschutzvereinen die ersten Meldungen zu einer Katze ein die wohl auf dem Rasthof Hasselberg ausgesetzt wurde. Sie lief dort zwischen den Autos rum und bettelte um Futter.


Es passierte nichts, 14 Tage keine Meldung, bis am 7.9. jemand bei uns in der Gruppe teilte, das die arme Katze dort immer noch sitzt.
Das hat uns doch ziemlich erschreckt. Also sind wir am nächsten Tag, einem Samstag direkt ausgerückt. Nach einigem Rumfragen und Suchen sahen wir das arme Tier.
Also haben wir die Falle gestellt und haben ihn gesichert. Auch wenn er so zahm ist, das man ihn eventuell so hätte fangen können. Das Risiko das das Tier in einem Schreckmoment auf die A7 läuft war uns zu groß.
Nachdem wir noch nach weiteren Tieren geguckt haben und in den Shops gefragt haben, sind wir dann glücklich mit dem armen Schatz nach Hause gefahren.
Er ist natürlich mal wieder nicht kastriert und nicht gekennzeichnet…. Also gab es eine Erstversorgung, gegen Parasiten und jede Menge Futter und Streicheleinheiten.
Am Montag morgen haben wir dann direkt mit dem zuständigen Ordnungsamt alles geklärt, der nette Herr sagte uns das das leider kein Einzelfall ist, das auf dem Rasthof regelmässig Tiere ausgesetzt werden, auch von sehr weit weg…..Sehr traurig..
Es stellte sich sehr schnell heraus, das der kleine Mann keineswegs ein Streuner ist, sondern ein absoluter Schmuser.
Wir nannten ihn Herr Nilson, und liesen ihn erstmal komplett medizinisch versorgen, denn das Leben auf der Straße ist für einen unkastrierten Kater ein hartes Brot, Kämpfe, Krankheiten und Hunger…nur gut das wir ihn vor dem Winter gefunden haben und er nicht noch bei Minusgraden draußen sitzen muss. Natürlich wurde er im Rahmen des Medi-Checks auch direkt kastriert und gechipt, denn wenn er nun ein Zuhause hat, soll er nie wieder abhanden kommen.
Es meldeten sich mehrere Menschen die ihn wohl während seines Strohmer- lebens mal irgendwo gesehen haben wollten, oder gefüttert. Die Meldungen verteilten sich über ein größeres Gebiet.
Aber ein richtiges Zuhause, ein warmes, kuschliges Plätzchen, war nicht dabei. Leider reicht es nicht nur mal eben zu füttern, auch medizinische Versorgung und ein Zuhause gehören dazu.
Das ist allerdings das mindeste was er nach seiner Odysee verdient….wer weiß wie lange er unterwegs war, wie weit er gelaufen ist,… das Los eines unkastrierten Katers, die laufen und laufen und laufen….
Während der ersten Tage in der Pflegestelle fiel der Streß von ihm ab, er fühlte sich zunehmend wohl und geniesst nun sein warmes Plätzchen, sein regelmässiges Futter, seine Streicheleinheiten…
Und er lernt zuspielen… das ist so süß, anfangs schaute er Bällchen an wie ein Auto, mittlerweile haut er sie durch sein Zimmer.
Er hat jetzt auch etwas zugenommen, einzig seine Nase muss noch fertig abheilen.
Ein bißchen lädiert war sie von Anfang an, beim wachwerden aus der Narkose hat er sie wohl ziemlich angedotzt,so das er ein Grint darauf hatte… das ist nun ab, aber die Nase ist noch rosa, haarlos und nackig… ein kleiner Nasenbär….
Alles wird gut…. er ist so lieb und wahnsinnig dankbar das man sich kümmert.
Schade das er so lange auf dem Rastplatz saß. Danke an die Melderin, die nicht weggeguckt hat, sondern ihn gemeldet hat.