Arme Streunerin, keiner hat dir geholfen

Sonntag spätnachmittags… nach einer anstrengenden Woche ist man froh, endlich mal die Füße hochzulegen, als das Vereinshandy klingelt.
Die Meldung kommt aus Beiseförth. Eine laut Beschreibung verletzte, abgemagerte Katze konnte von der Melderin gesichert und in eine Transportbox gesetzt werden. Doch was sollte sie nun tun?
Wir mussten handeln, denn ein verletztes Tier hat für uns immer Priorität vor Freizeit. Ehrenamt halt
So fuhren wir also los, holten das Tier ab, parallel wurde unser Tierarzt Daniel Brandau kontaktiert, dass wir gleich kommen müssen…(Danke an dieser Stelle !!!)

 
In der Praxis angekommen, zeigte sich schnell, dass dies wirklich ein absolut desaströser Zustand war… das Tier war dehydriert, völlig abgemagert, unter dem dick verfilzten Fell nur Haut und Knochen. Wie auf den Bildern zu sehen, war ein Auge stark angeschwollen, die komplette Gesichtshälfte dick – eine kleine Verletzung an der Seite. Da die Katze sich stark wehrte, bekam sie zunächst für eine gründliche Untersuchung eine leichte Sedierung.
Dann konnten wir in Ruhe schauen und waren schockiert:
Die Schwellung war ein riesiger Tumor über die komplette Gesichtshälfte vom Bereich über/hinter dem Auge bis zum Hals runter.


Beim Öffnen des Mäulchens konnte man sehen, dass der Tumor bereits den Kiefer durchbrochen hat.
So konnten wir dem armen Tier nur noch helfen, indem wir es über die Regenbogenbrücke gehen ließen
Es erschüttert uns einmal mehr, dass Tiere HIER IN DEUTSCHLAND solche Qualen erleiden müssen und kaum bis keine Lobby haben! Niemanden interessierte das Schicksal dieser armen Seele. Kein Chip, keine Tätowierung = kein Besitzer…
Ruhe in Frieden, arme Seele.
Wir haben völlig verpeilt, nach dem Geschlecht zu schauen… das war in dem Moment einfach nicht wichtig.