Aktuelle Kastrationsaktion

Felsberg/Ortsteil die Vierte…..

oder „und täglich grüßt das Murmeltier“ ????

An der bisherigen Stelle konnten wir am Donnerstag noch einen weiteren, ebenfalls an einer Bronchitis erkrankten Kater sichern. Er ist bereits kastriert und erholt sich mit Antibiose und regelmäßigem Inhalieren ebenso wie der andere kleine Kerl sehr gut – beide können schon bald wieder in die Freiheit entlassen werden. Und heute……??? Gestern erhielten wir wieder eine Meldung aus einem Felsberger Ortsteil. Ein potenter Kater sowie eine Katze, welche im vergangenen Herbst 3 Kitten zur Welt gebracht hat. Die Melderin bekam bisher keine aktive Hilfe – nur eine Lebendfalle zur Verfügung gestellt. Damit und vor allem allein konnte sie jedoch leider nicht die Mutterkatze zu den Kitten einfangen. Da die kleine Katzenfamilie nicht gesichert werden konnte, wuchsen die Kleinen heran und sind nun 5 Monate alt. Hilfe erbittend wendete sich die Dame gestern an unseren Verein. Die drei Jungtiere sowie deren Mutter und auch der potente Kater kommen zwar regelmäßig in die Nähe des Hauses zum Fressen, an Berühren/Streicheln oder gar Einfangen ist jedoch leider nicht zu denken. Wieder handelt es sich bei diesem Fall NICHT um unser „Einzugsgebiet“. Aber – es sind herrenlose Tiere, welche dringend kastriert werden müssen! Wieder können wir nicht an einer Ortsgrenze sagen „das geht uns nichts an“. Also sind wir wieder Richtung Felsberg/Ortsteil losgezogen. Die Melderin war so nett und gewährte uns Zugang zu ihrem Grundstück, wo die Katzen regelmäßig gefüttert werden. Dort konnten wir mehrere Fallen aufstellen und in kurzer Zeit waren die drei Jungtiere bereits gesichert. Diese wurden direkt zum Tierarzt zur Kastration etc. gefahren. Gestern Abend gegen 20 Uhr ging auch der potente Kater in die Falle und kurz nach 23 Uhr machte es an dieser Stelle zum letzten Mal „Ping“ und auch die „Mama“ war gesichert!!! Bei den Jungtieren handelt es sich tatsächlich um drei Katerchen. Und nur mal so zur Information und zum Verständnis: JA, auch Kater müssen kastriert werden!! Von der Möglichkeit abgesehen, dass sie unkastriert einen Radius von mehreren Kilometern täglich ablaufen und auf ihrem Weg natürlich irgendwo ein paarungsbereites Katzenmädchen treffen können, sind unkastrierte Kater oft keineswegs friedliche Gesellen sondern prügeln sich oft und gerne mit anderen Katern. Dies führt dann zu teils schweren Verletzungen anderer Freigänger oder herrenloser Kater, außerdem können sich dadurch schwere Infektionskrankheiten weiter verbreiten und so bleibt dann ein Teufelskreis der kranken Nachwüchse bestehen, welchen wir doch unbedingt unterbrechen möchten!! Nun hoffen wir, dass die „Mama“katze nicht bereits wieder trächtig ist und wir sie heute Nachmittag kastriert, gegen Parasiten behandelt, gechippt und tätowiert wieder abholen können. Puh, wieder eine „Baustelle“ geschafft – schauen wir mal, wie es weitergeht……..


Felsberg/Ortsteil die Dritte …….

richtig lang!!! Ja, bei diesem Bild wird man weich, oder? Vor dem eigentlichen Bericht mal ganz kurz an alle Tierärzte und Tierfreunde, welche immer noch propagieren, dass Katzen sich nur in einem gewissen Zeitraum paaren bzw. Nachwuchs bekommen und man daher unbedenklich „mit dem Kastrieren warten kann“. Kann man nämlich nicht. Den Katzen und Katern ist es gelinde gesagt egal, ob Dezember oder Mai oder August ist – wenn das Wetter und die „Stimmung“ passt, dann rappelts im Karton und einige Wochen später gibts dann – häufig eben ungewollten – Nachwuchs. So auch hier in unserem Felsberger Fall. Wir haben ja schon geschrieben, dass während der zähfließenden „Verhandlungsgespräche“ plötzlich und unerwartet und wie ein Schlag in die Magengrube der Spruch kam „ach ja, und da sind auch noch Babies mit ner Mama hinterm Bett“…… Nach dem schwierigen Fangtag des Vortages sind wir also nun ausgerückt mit dem festen Vorsatz, dass wir definitiv nicht da weggehen, bevor Kater, Mama und Kitten und die weibliche schwarz-weiße Katze unbestimmter Hormonlage gesichert sind. Wichtig war natürlich auch eine vernünftige Unterbringung der kleinen Familie. Die Babies sollen mit ihrer Mama in Sicherheit und mit guter Versorgung aufwachsen, wenn es dann soweit ist, wird die Mama kastriert und wieder an ihrem gewohnten Platz abgesetzt und die Babies werden natürlich vermittelt. Leider sind uns kapazitätentechnisch die Hände gebunden. Wir haben keinen Tierheimbetrieb – nur ein Katzenzimmer und einen Quarantäneplatz für dringende Notversorgungen. Also haben wir rumtelefoniert und die Katzenbabyrettung Mittelhessen hat sich zum Glück bereit erklärt, die kleine Familie in Obhut zu nehmen. DANKE an dieser Stelle für die schnelle, unkomplizierte Zusage und den guten Ablauf!!! Zuerst wurden die Kleinen gesichert – die Mama versteckte sich im hintersten Winkel des Zimmers und es dauerte äußerst anstrengende, schweißtreibende Minuten, bis wir sie sicher mit ihren Babies in einer Transportbox verstaut hatten. Der Kater war „not amused“ bezüglich der Tatsache, dass man ihm ans Leder wollte – zumal die Besitzerin zuerst der Meinung war, sie könne ihn auf den Arm nehmen und einfach so in die Box stecken. Einige Schmerzlaute und Kratzer später war sie dann doch unserer Meinung: SO gehts nicht. Katerchen wurde letztendlich per Kescher gesichert und in eine Gitterbox verbracht. Der Kerl war so durch den Wind, dass uns nichts anderes übrig blieb, als das Keschernetz zu zerschneiden – sonst hätte er sich vermutlich auf dem Weg in die Tierarztpraxis noch mehr verheddert und am Ende auch noch verletzt. Dann lieber Equipment zerstören als das Tier zu verletzen. Da sich die schwarz-weiße Katze bereits einige Tage nicht hat blicken lassen, war unsere Hoffnung auf Sicherung des Tieres SEHR gering. Beim Heraustragen des Katers in seiner Box und dem zerstörten Kescher sitzt WER direkt vor der Tür und verlangt Einlass? Genau, das fehlende Mädel! Problem – wie sollten wir sie einfangen? Sie ist SEHR ängstlich und auch sehr wehrhaft und wir wollten – wie immer – eine riesige Hetzjagd vermeiden. Also haben wir unsere Kollegin angerufen, die mit einem weiteren Vereins-Kescher anrückte. Da die Umfänge der Katze entweder auf einen extrem guten Futterzustand oder aber auf kleine Nachwüchse schließen ließen, haben wir nochmal sehr kleinlaut bei der Katzenbabyrettung angefragt. Und zum Glück eine weitere Zusage erhalten. So wurde der Kater zur Kastration in die Tierarztpraxis gefahren und die Katze auf ihren „Zustand“ untersucht. Und siehe da – auch diesem Mädel war es egal, welche Jahreszeit gerade ist…. sie ist ebenfalls tragend. So haben wir die wichtigsten Punkte auf unserer Liste abhaken können……. tagelange Vorarbeit, langatmige und anstrengende Fangaktionen und ganz nebenbei: ein kaputter Kescher und eine zerstörte Transportbox, bei der während des Deckel-Verschließens die Verschlüsse einfach mal abgebrochen sind und wir zwischendurch auch noch zu einer netten Tierfreundin düsten, damit die Katzenfamilie sicher in der Box transportiert werden konnte (Panzerband sei Dank) Ach ja…… FERTIG sind wir dort noch nicht. Vermutlich noch lange nicht. Es „fehlen“ noch einige Tiere. Katzen oder Kater, über deren Aussehen und Aufenthaltsorte die Beschreibungen sehr auseinander gehen. Und wir sind parallel dabei, anderen Meldungen im Felsberger Gebiet nachzugehen. Es kann also sein, dass wir wieder längere Zeit nichts von uns hören lassen….. dann sind wir vermutlich irgendwo im Einsatz. Und wer bis hierher durchgehalten hat – DANKE für Euer Interesse an unserer Arbeit!!! Doch wie so oft – ohne Unterstützung geht es nicht


Felsberg/Ortsteil die Zweite….

Und jetzt wirds lang ….. Wie im ersten Teil beschrieben, erhielten wir im Januar Meldungen über unkastrierte Freigänger und herrenlose Katzen/Kater. Nach der ersten erfolgreichen Aktion wussten wir allerdings auch, dass das erst der Anfang ist. Es gibt noch eine weitere Stelle mit mindestens vier nicht kastrierten Tieren. Zuerst musste herausgefunden werden, wo diese Tiere sich aufhalten, wer sie füttert etc. – das geht oft nicht „auf dem kurzen Dienstweg“ sondern braucht jede Menge Zeit, Telefoniererei, Herumfahren und Fragen etc. etc. … Als dann feststand, wer für die unkastrierte Katzen- und Katerpopulation zuständig ist, wurde es dann nochmal sehr langatmig. Erst kamen wir gar nicht dazu, ein Gespräch zu führen. Nach vielen Versuchen dann doch ein Gespräch. Es wurden uns Zugeständnisse gemacht – wir hatten angeboten, die Katzen und Kater einzufangen und zum Tierarzt zu bringen und die Familie würde die Kosten tragen. Denn alle Tiere in dem Haushalt sind doch sehr scheu und haben bisher noch nie einen Tierarztbesuch hinter sich gebracht…. Als wir dann mit Fallen, Umsetzkörben, Kescher, Fanghandschuhen und haufenweise Motivation ankamen, war die Lage dann doch wieder anders. Aus zuerst gemeldeten 4 erwachsenen Tieren wurden dann im Gespräch mindestens 6 Tiere unklaren Geschlechts, aber definitiv nicht kastriert. Und DANN kam plötzlich und völlig unerwartet die Aussage „ach ja – und da hinten irgendwo liegen kleine Babies und eine Mamakatze“. ALARM ! Wir sprechen hier zwar von einem Wohnhaus, in welchem sich wechselweise mehrere Katzen und Kater aufhalten, jedoch war die Situation vor Ort extrem – EXTREM ! – schwierig. Viele verschiedene Faktoren machten es erstmal unmöglich, an irgendeines der Tiere heranzukommen und eigentlich hätte die kleine Katzenfamilie sogar (lt. Besitzerin) dort bleiben sollen…. Das größte Problem vor Ort war die Tatsache, dass die Tiere definitiv nicht adäquat versorgt werden können. Und sich außerdem ständig vermehren. Wir sagten also im ersten Gang zu, alle Tiere zu fangen, zu kastrieren, tätowieren, chippen, entwurmen, entflohen und ggf. medizinisch entsprechend zu versorgen – auf Kosten des Vereins. Leider war die Dame im Haus keine gute Hilfe, auch wenn sie es wirklich gut meinte und uns beim Einfangen helfen wollte…. das verschlimmerte die Situation leider nur. Ein Kater konnte gesichert und direkt am Abend zum Kastrieren etc. gebracht werden. Das ist das süße Kerlchen auf dem Bild. Er muss noch mehrere Tage bei uns stationär bleiben, denn mehrfach täglich muss er inhalieren und auch noch Antibiotika bekommen. Alle anderen Katzen waren verschreckt verschwunden, die Mutterkatze mit Babies unterm Bett ganz hinten – die Dame dann auch nicht mehr willens, uns weitermachen zu lassen. Also tief durchatmen, cool und freundlich bleiben und sagen „wir kommen morgen nochmal wieder und versuchen es in aller Ruhe“. In Vorbereitung auf den nächsten Einsatz mussten vorab intern verschiedene Absprachen getroffen und Möglichkeiten überlegt werden. Auf keinen Fall durften wir der Dame nochmal die Möglichkeit geben, uns so dazwischenzufunken, dass nix mehr geht – unser Plan war in Stein gemeißelt…. Mama und die 5 Babies sichern, mindestens einen weiteren Kater sowie eine weibliche Katze einfangen. Durchschnaufen, rumtelefonieren, überlegen …….. Und die Fortsetzung folgt……


Felsberg-Ortsteil die Erste…..

Irgendwie wissen wir gar nicht, wo wir anfangen sollen. Geschweigedenn – wie viele Postings es zu diesem Ortsteil und den dort existierenden, unkastrierten Katzen und Katern noch geben wird
Aber Ihr sollt nicht denken, der kleine Tierschutzverein Tierfreunde Malsfeld hat die Hände im Schoß – im Gegenteil!!
Bereits seit Anfang Januar wissen wir, dass es in einem Felsberger Ortsteil an mehreren Stellen herrenlose, unkastrierte Streunerkatzen und -kater gibt. Obwohl Felsberg nicht zu unserem Gebiet gehört, können wir natürlich nicht die Augen verschließen. Tierschutz kennt keine Ortsgrenzen und wenn es möglich ist, helfen wir.
Zum Glück hatten wir vor Ort eine hilfsbereite, tierliebe Frau, welche uns nach besten Kräften unterstützte.
So durften wir Lebendfallen aufstellen und hatten bereits nach recht kurzer Zeit zwei Kater und eine Katze – und einige Tage später auch den dritten Kater – gesichert, zum Kastrieren gebracht, tätowiert, gechippt und mit einer Floh- und Wurmkur versehen.
Nach wenigen Tagen der Erholung konnten alle vier Tiere auch wieder an der Fangstelle entlassen werden und werden hier definitiv nicht mehr für unkontrollierten Nachwuchs sorgen
Doch das war noch lange nicht alles…….. Fortsetzung folgt….